Hobbys im Lebenslauf – Dos & Don’ts

Steht eine Bewerbung an, so herrscht bei vielen Bewerbern Unsicherheit darüber, ob und in welcher Form Hobbys im Lebenslauf genannt werden sollen. Während die einen Hobbys für eine eher lästige Zusatzinformation im Lebenslauf halten, sehen andere darin ein Merkmal für die Persönlichkeit und Individualität.

Doch wie sehen es die, die letztlich die Entscheidung über Einladung oder Absage treffen? Laut einer Umfrage der interessieren sich immerhin 82 Prozent aller Personalverantwortlichen für die Hobbys ihrer Bewerber.

Doch was interessiert sie? Welche Hobbys und Informationen sollte man in einem Lebenslauf angeben, um einen guten Eindruck zu erzeugen und welche Hobbys besser nicht?

Hobbys im Lebenslauf – Pro und Contra

Bereits die oben erwähnte Befragung von Personaler zeigt, dass eine Angabe von Hobbys im Lebenslauf durchaus sinnvoll sein kann. In jedem Fall hilft die Nennung von Hobbys, um einzelne Bewerber positiv von der Masse abzugrenzen. Ein besonderes Hobby bleibt dem Personalverantwortlichen eher in Erinnerung, als das achtunddreißigste Abschlusszeugnis, das dieser nach einem vollen Tag vorgelegt bekommt.

Doch Achtung: Die Nennung eines Hobbys kann auch zur Stolperfalle werden. In jedem Fall sollte man sich, wann immer man ein Hobby im Lebenslauf nennt, bewusst sein, dass Nachfragen zu diesem Hobby gestellt werden können.

Hobbys konkret – welche Hobbys man gut angeben kann und welche eher nicht

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Ein unverfängliches Hobby wie Reiten bringt Ihnen keine Nachteile, wenn es im Lebenslauf steht.

Es gibt Hobbys, die sind in jedem Lebenslauf unproblematisch. Dazu gehören zum Beispiel Hobbys wie Laufen, Lesen, Musik hören, Reisen oder Kochen. Niemand wird sich bei der Angabe dieser Hobbys etwas besonderes denken. Allerdings wird man sich mit diesen 08/15-Hobbys wohl auch kaum von der Masse abheben. Vielleicht kassiert man vom Personaler so gar ein ungünstiges Merkmal: langweilig.

Es gibt jedoch auch Hobbys, die sollten unbedingt in einem Lebenslauf angegeben werden.

Achtung: Erfinden Sie keine Hobbys, um besser dazustehen! Eine solche Beschönigung Ihres Lebenslaufs kommt nicht gut an, wenn sie herauskommt.

Beispiele für gute Hobbys im Lebenslauf

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Musizieren als Hobby zeigt Personalern, dass Sie ausdauernd sind.

  • Teamsportarten: Hobbys, wie Fußball, Volleyball oder Basketball zeigen, dass der Bewerber Teamplay gewohnt ist. Besonders attraktiv ist die Rolle des Kapitäns. Wer eine Mannschaft organisiert oder anführt, ist vermutlich auch eine gute Führungskraft.
  • Musizieren: Musiker sind diszipliniert und motiviert. Sie zeigen eine große Ausdauer, wenn es darum geht ihre Fähigkeiten zu verbessern. Diese Disziplin wird auch von Personalern geschätzt.
  • Fotografie: Fotografen sind sie oft geduldig und sehr kreativ. Zwei Eigenschaften, die von Vorgesetzten mit Sicherheit geschätzt werden.
  • Yoga: Wer Yoga macht, hat ein gutes Ventil für Stressabbau in seinen Alltag integriert. Er ist deshalb vermutlich ausgeglichener und belastbarer. Ein echter Bonus in jeder Bewerbung.
  • Soziales Engagement: Wer sich in seiner Freizeit sozial engagiert, der zeigt sowohl ein Interesse am Gemeinwohl, als auch ein ausgeprägtes Sozialverhalten. Welchem Vorgesetzten könnte das bei seinem zukünftigen Mitarbeiter negativ auffallen?

Bei diesen Hobbys ist Vorsicht geboten

  • Extremsportarten: Wer sich mit dem Down-Hill-Bike den Berg hinunter stürzt oder mit dem Fallschirm aus einem Flugzeug springt, der zeigt ohne Frage eine große Risikobereitschaft. Allerdings könnte der Personaler auch vermuten, dass der Bewerber das Extreme sucht und ihm ein gewöhnlicher Job vielleicht bald zu eintönig wird.
  • Fernsehen oder Computer spielen: Komplett passive Hobbys machen sich schlecht im Lebenslauf. Sie zeugen von keiner besonderen Fähigkeit, drücken aber aus, dass der Bewerber bequem und wenig kreativ ist.
  • FKK und andere exotische Hobbys: Es versteht sich von selbst, dass zu exotische Hobbys nichts im Lebenslauf verloren haben. Sie sind zwar ohne Frage ein Hingucker im Lebenslauf, peinliche Fragen im Bewerbungsgespräch sind damit aber garantiert.

Fazit: Hobbys ja, aber bitte wohl überlegt!

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Hobbys im Lebenslauf grundsätzlich eine gute Möglichkeit sind die eigene Persönlichkeit zu unterstreichen und von der Masse abzuheben. Bewerber sollten sich aber in jedem Fall Antworten auf Rückfragen zu jedem einzelnen Hobby überlegen. Vor allem kreative, gemeinnützige und aktive Hobbys sollte man immer angeben, passive und langweilige Hobbys dagegen eher nicht.